Edelhure Alabama (Patricia Arquette) hat die Aufgabe, dem Comichändler und Elvis-Nerd Clarence (Christian Slater) den Geburtstag zu versüßen. Obwohl sie ihm anfangs nur vorspielt, mit ihm auf einer Wellenlänge zu liegen, verlieben sich die beiden in Rekordzeit ineinander und heiraten. Um Alabama aus den Fängen ihres Zuhälters Drexl (Gary Oldman) zu befreien, erschießt Clarence diesen und nimmt einen Koffer mit, von dem er glaubt, er gehöre Alabama.
Alles könnte von nun an so unbeschwert laufen – hätte Clarence neben Drexl’s Leiche nicht seinen Führerschein vergessen und statt Alabama’s Sachen versehentlich eine riesige Menge Kokain mitgehen lassen…
Um aus der Not eine Tugend zu machen, beschließen die beiden, nach Los Angeles zu fahren und den Stoff gewinnbringend loszuwerden.
Der Plan droht allerdings, in einer Katastrophe zu enden, denn sowohl das FBI als auch die sizilianische Mafia sind dem Traumpaar dicht auf den Fersen…
Clarence (Christian Slater) und Alabama (Patricia Arquette) unterwegs nach L. A.
Kritik:
Niemand geringeres als Quentin Tarantino („Pulp Fiction“, „Reservoir Dogs“, „Kill Bill“) lieferte zu dieser modernen „Bonnie & Clyde“ Version das kurzweilige Drehbuch.
Die Starbesetzung spricht ebenfalls für sich. Sowohl Hauptdarsteller wie auch Nebenrollen lesen sich wie das „Who is who?“ Hollywoods. Neben den bereits erwähnten Schauspielern geben sich hier Dennis Hopper als Clarence’s Vater, Christopher Walken als eiskalter Mafioso und Brad Pitt als Kiffer Floyd die Ehre. Und als sei das noch nicht genug, dürfen auch Michael Rapaport, Bronson Pinchot, Samuel L. Jackson, James Gandolfini und Val Kilmer glänzen.
Doch auch Fans von „Two And A Half Men“ kommen auf ihre Kosten, denn sogar Conchata Ferrell hat hier eine Rolle ergattert.
Und auch wenn das Genie von Hans Zimmer eigentlich nicht mehr der Rede wert ist, muss man dennoch den herausragenden und ohrwurmverdächtigen Soundtrack lobend erwähnen.
Unterstützt wird dieser außerdem von den Klassikern eines John Waite, Robert Palmer oder Billy Idol.
Christopher Walken nimmt als Mafioso Coccotti die Spur auf (mit Dennis Hopper im Verhör).
Die Road-Story zieht sich wie ein roter Faden durch den gesamten Film. Die Geschwindigkeit sowie die Länge sind äußerst angenehm und genau aufeinander abgestimmt worden. Und was „True Romance“ so genial macht: Der Film vereint mehrere Genres und bietet trotzdem (oder gerade deshalb) Top-Unterhaltung von der ersten bis zur letzten Sekunde. Die Stimmung wird durch stahlblaue Kälte und goldene Hoffnung perfekt kontrastiert. Hervorragende Dialoge sind beim unverwechselbaren Stil des Drehbuchautors selbstredend ebenso vorhanden wie die ein oder andere exzessive Gewaltszene. Besonders ist hier die vollkommen groteske Schlacht zwischen Patricia Arquette und James Gandolfini hervorzuheben.
Kaum hat Regisseur Tony Scott den Blutdruck des Zuschauers in die Höhe getrieben, setzt schon wieder die nächste ruhige oder sogar nachdenklich stimmende Szene ein. Oder ein völlig verplanter Bronson Pinchot verliert die Nerven und tappt in alle verfügbaren Fettnäpfchen.
All diese Faktoren machen „True Romance“ zu einer Perle des Trash-Films und einer unbestritten sehenswerten Komposition.
Empfehlung für absolut jeden Film-Fan!
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Elliot Blitzer (Bronson Pinchot) wäre am liebsten ganz woanders!