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Die Asche meiner Mutter

  
Der Bestseller von Frank McCourt wurde von Alan Parker verfilmt. Die Biografie eines kleinen Mannes.
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Starttermin
Name

/ Wertung
Länge Unter-
haltung
Span-
nung
Action Musik Erotik
An-
spruch
Ein-
druck
Ge-
samt

02.03.2000:
Die Asche meiner Mutter

***** **** ***
- ***** **
**** ***** 86%
  
Genre: Literaturverfilmung/Biographie
     
Regie: Alan Parker
  
Inhalt: Frank McCourt (Joe Breen, Ciaran Owens, Michael Legge) hatte eine unglückliche Kindheit, eine glückliche lohnt sich ja auch kaum. Schlimmer als die unglückliche Kindheit ist die unglückliche, irische Kindheit und noch schlimmer ist die unglückliche, irische, katholische Kindheit.

Die Asche meiner Mutter
Angela (Emily Watson) mit ihrem Jüngsten

Frank McCourt ist der älteste Sohn von Angela (Emily Watson) und Malachy (Robert Carlyle). Noch leben sie in New York, doch als die erste Tochter schon zwei Tage nach der Geburt stirbt, bedeutet das für Angela den Absturz. Sie kümmert sich um nichts mehr, nicht einmal um ihre vier Jungs und der nichtsnutze, arbeitslose und zudem alkoholabhängige Vater weiß auch keinen Rat. Angelas Cousinen kümmern sich darum, dass die Familie wieder nach Irland zurückkommt und so nimmt das Unheil seinen Lauf. Malachy bekommt keinen Job oder wird nach drei Wochen gefeuert und Angela bekommt ein Kind nach dem anderen.

Frank wird älter und übernimmt bald die Ernährerrolle in der Familie. Doch trotzdem kommen sie nicht aus der armseligsten Gasse von ganz Limerick heraus. Frank will wieder nach Amerika, doch wie soll er zu dem Geld für die Überfahrt kommen, wenn es kaum für Essen und Kleidung reicht?

  

Die Asche meiner Mutter
Frank findet das Bild vom Papst.

Kritik: Frank McCourts Erinnerungen an seine Kindheit waren ein internationaler Bestseller. Das Buch lebt vor allem von McCourts grandioser Erzählleistung, bei der man nie genau weiß, ob man über das Elend heulen oder über die Komik lachen soll. Alan Parker gelingt es, in der knapp bemessenen Zeit des Filmes, alle wesentlichen Ereignisse zu erwähnen und doch die Ruhe eines Geschichtenerzählers zu bewahren. Natürlich musste dennoch einiges weggelassen werden, doch das nimmt dem Film nicht die zauberhafte Wirkung, die er auf die Zuschauer hat. Schon allein die Farben, die die Natur Irlands in den Film bringt, lässt einen das Elend der armen Familie ein wenig vergessen.

Robert Carlyle spielt den brutalen und oft betrunkenen Vater sehr überzeugend, wenn auch vielleicht nicht ganz so brutal und stolz, wie er im Buch beschrieben wird. Mitten in der Nacht holt er seine kleinen Kinder aus dem Bett und will, daß sie für Irland sterben, verspricht ihnen dafür einen Penny. Beachtlich ist die Leistung der Kinder. Natürlich musste für die zwanzig Jahre umfassende Handlung jede Rolle mehrfach besetzt werden. Emily Watson spielt die immer schwangere und deprimierte Mutter. Ihr stirbt ein Kind nach dem anderen weg und sie kann den Stolz ihres Mannes nicht begreifen, so dass sie immer alleine betteln gehen muss.

Der Film ist sehr nah an der Romanvorlage. Frank McCourt hatte beratende Funktion beim Drehbuch und war teilweise beim Dreh anwesend. Er fand den Film gut gelungen.

   
Originaltitel: Angelas Ashes
   

Dieser Film wurde bewertet von:
hope(86%)

Texte:
hope
  
  
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