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High Fidelity

  
Dem Bestseller "High Fidelity" hätte man mit einer Verfilmung scheußliche Grausamkeiten antun können. Stephen Frears hat’s nicht getan. Schon deshalb ist die Kino-Adaption sehenswert.
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Starttermin
Name

/ Wertung
Länge Unter-
haltung
Span-
nung
Action Musik Erotik
An-
spruch
Ein-
druck
Ge-
samt

13.07.2000:
High Fidelity

***** ***** ***
* ***** **
**** **** 85%
  
Genre:

Komödie

     
Regie: Stephen Frears
  
Inhalt & Kritik:

von

abu

Der Bestseller, der vor einer Verfilmung sicher ist, muss erst noch geschrieben werden. Jetzt hat dieses Schicksal auch "High Fidelity" erwischt - den Roman, mit dem sich sowohl alle liebeskranken Männer wie auch Musikliebhaber identifizieren können. Ach ja, und natürlich alle Frauen, die sich mit solchen Männern herumschlagen müssen.

High Fidelity
Der Plattenladen, um den sich alles dreht: Im 'Championship Vinyl'
ist Rob der Chef - und seine Freunde arbeiten für ihn.

Worum geht’s? Rob (John Cusack) wurde gerade verlassen, und zwar von seiner Freundin Laura. Dieser Schlag trifft ihn weit stärker, als er zunächst bereit ist, sich selbst einzugestehen. Zum Glück hat er aber noch seine Freunde, die gemeinsam mit ihm in einem Plattenladen jobben. Eine passable, wenn auch auf Dauer ziemlich anstrengende Methode, wie das Dreier-Team mit den Unbillen des Lebens zurechtkommt, ist die Erstellung von Listen. Beispielsweise die "ewigen Top Five der unvergesslichsten Trennungen" oder die "fünf besten Dustin-Hofman-Filme".

Apropos: Hier die Top Five der Gründe, warum ihr euch "High Fidelity" anschauen solltet:
1. John Cusack ist einer eurer Lieblingsschauspieler.
2. Filme, die gemütlich dahinplätschern, sind das Richtige für eure schwachen Nerven.
3. Ihr haltet Stephen Frears für einen begnadeten Regisseur, vor allem seit "Gefährliche Liebschaften".
4. Man hätte dem Roman, der als unverfilmbar gilt, solch scheußliche Grausamkeiten antun können, dass der Fakt, dass dem nicht so ist, schon für Erleichterung sorgt.
5. Trockener Humor und eine Portion echter Herzschmerz.

High Fidelity
Rob und die Frauen, Teil I: Eine gewisse Zeit lang geht's gut - und dann
heißt es wieder: Aus Liebeskummer die Plattensammlung neu sortieren.

Aber, kritisch wie wir sind, wollen wir euch auch nicht die Gründe verschweigen, warum "High Fidelity" nix für euch ist. Hier die Top Five:
1. Ihr liebt die Musik und wollt sie hören, anstatt dass stundenlang nur über sie gequatscht wird.
2. Nach Stephen Frears’ letztem grottenschlechten Film "Hi Lo Country" seid ihr ziemlich skeptisch, was seine Regiekünste angeht.
3. Filme, die so gemütlich dahinplätschern und wo so wenig passiert, sind euch schlichtweg zu langweilig.
4. Ihr haltet den Plan, euer absolutes Lieblingsbuch zu verfilmen, fast schon für Gotteslästerung.
5. Platte Gags und zuwenig Herz für die Charaktere.

Alles in allem kann man dennoch froh sein, dass Stephen Frears diesen Film gemacht hat. Und nicht etwa ein stromlinienförmiger Hollywood-Liebeskomödien-Regisseur. Wenn ihr keine praktische und emotionale Lebenshilfe erwartet, wird euch "High Fidelity" nicht enttäuschen.

     

Dieser Film wurde bewertet von:
abu(74%),
RS(95%),
hope(86%)

Texte:
abu
  
  
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Rob und die Frauen, Teil II (und ohne Rob): Einen gewissen Hang
zum Ausgefallenen kann man ihm nicht absprechen.

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