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Absolut Warhola

  
Das „ruthenische Bermuda-Dreieck" irgendwo im nirgendwo. Hier kommt Andy Warhol her, der berühmteste Ruthene der Welt, doch was sagt seine Verwandtschaft dazu?
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Starttermin
Name

/ Wertung
Länge Unter-
haltung
Span-
nung
Action Musik Erotik
An-
spruch
Ein-
druck
Ge-
samt

29.11.2001:
Absolut Warhola

Nur die Gesamtwertung:

86%
  
Genre:

Dokumentation

  

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Regie: Stanislaw Mucha
  

wpe14B.jpg (12539 Byte)

Inhalt & Kritik:

von

hope

Jeder Künstler hat einmal klein angefangen. So wussten zwar die Verwandten von Andy Warhol schon immer, dass er Maler werden würde, nur nicht, ob er Wände anstreicht oder Bilder malt. Stanislaw Mucha portraitiert die noch in der Slowakei lebende Verwandtschaft des großen Pop-Art-Künstlers. Dabei erschließt der Film eine gänzlich neue Sichtweise auf den komischen Kauz, der eigentlich doch ganz normale Dinge des Alltags gemalt. Nur weil zuvor niemand auf die Idee kam, Dosen zu malen, muss es doch nicht gleich eigenartig sein.

wpe14D.jpg (5286 Byte)Die Bewohner der Dörfer Miková und Medzilaborce sind unter anderem fest davon überzeugt, dass ihr Andy nicht wirklich homosexuell war. So was gab's ja noch nie in Miková. Wäre er dort geblieben, hätten sie ihn sowieso in Nullkommanix unter die Haube gebracht.

Diese und andere Anekdoten werden die Zuschauer dieses Kleinods des Dokumentarfilms genießen dürfen. Ferner erfahren wir vom einzigen Pop-Art-Museum Europas, das nebenbei um Spenden bittet, weil das Dach undicht ist. Und natürlich legen alle Wert darauf, dass Andrijku Warhola nicht Pole war, sondern höchstens Ruthene, also halb Pole und halb Slowake. Es versteht sich von selbst, dass alles was er gemacht hat, großartig war.

wpe14E.jpg (7705 Byte)Stanislaw Mucha beurteilt seinen Film so: „Das ist kein Film über Andy Warhol, sondern über die Menschen dort in Miková und Medzilaborce. Wenn ich den Film sehe, bin ich fest davon überzeugt, dass es Andy Warhol nie gegeben hat, sondern dass sich diese Menschen ihn ausgedacht haben, damit es ihnen besser geht im Leben, damit sie einen Hoffnungsschimmer auf ein besseres Leben haben."

Tatsächlich ist es erstaunlich für jeden Mitteleuropäer mitanzusehen, welche Umstände es macht, das Wasser für eine Tasse Tee zu erwärmen. Aber um sich zu wärmen, kann man ja auch einen Wodka trinken. Da geht es einem auch gleich besser. Auf Warhola!!

Stanislaw Mucha konnte beim 50. Internationalen Filmfestival Mannheim-Heidelberg mit seiner Dokumentation den Publikumspreis mit nach Hause nehmen. Durch die leichte und komische Art seines Films gelang es seit langem einer Dokumentation wieder, ein Publikum derart von sich zu überzeugen.

     

Dieser Film wurde bewertet von:
hope(86%)

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