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Alles wegen Paul

  
Hape Kerkeling hat sich hinter die Kamera zurückgezogen und ein leises deutsch-indisches Road-Movie produziert. Teilweise ein bisschen holprig wie die Straßen, aber dafür angenehm unverkrampft.
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Starttermin
Name

/ Wertung
Länge Unter-
haltung
Span-
nung
Action Musik Erotik
An-
spruch
Ein-
druck
Ge-
samt

01.11.2001
Alles wegen Paul

Nur die Gesamtwertung:

68%
  
Genre:

Road-Movie

  

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Regie: Angelo Colagrossi
  
Inhalt & Kritik:

von

abu

Bis gerade eben schlug sich die Geschäftsfrau Marie-Eve (Janette Rauch) im Finanzdickicht der Börse noch ganz gut. Doch dann erfährt sie, dass ihr Bruder in Indien verschwunden sein soll. Hals über Kopf reist sie in den echten Dschungel, der sie gnadenlos überfordert. Und das "Alles wegen Paul", so der Filmtitel.

Wenn man bedenkt, dass im Land Gandhis über eine Milliarde Menschen leben, wird der Zufall auf ihrer Suche dann doch arg strapaziert. Die manierierte Maklerin trifft immer wieder auf eine hilfsbereite Inderin und einen sinnsuchend ausgewanderten Deutschen. Das ist oft komisch, manchmal gezwungen - verzichtet aber zum Glück auf den Dampfhammer-Humor, den Produzent Hape Kerkeling zuweilen pflegt. Das Prinzip "Reiche und gefühlskalte Person ändert ihre bisherigen Werte" erinnert in der ersten Hälfte an den Thriller "The Game" - nur mit etwa einem Hundertstel dessen Budgets. Was hier aber nicht nur billig, sondern auch recht ist. Denn statt distanzierter Hochglanz-optik vermitteln verwackelte Handkamera-Bilder viel direktere Eindrücke vom Chaos.

Das bunte Sprachengewirr wird jedoch zum Problem: Marie-Eve kämpft sich meist auf Englisch durch - nur bleibt das manchmal im Original, dann wieder wird es schlecht synchronisiert. Solche Kleinigkeiten schaden "Paul" zwar, machen ihn aber nicht kaputt. Für einen Film aus heimischer Produktion ist er angenehm unverkrampft - was neben der italienischen Herkunft von Regisseur Colagrossi daran liegt, dass am Ganges deutsche Tugenden konsequent denselben runtergehen. Wenn der Fahrer an jeder Straßenkreuzung betet, kommt man mit dem Pochen auf Fahrpläne eben nicht ans Ziel. Selbst wenn da eine faustdicke Überraschung wartet.

     

Dieser Film wurde bewertet von:
abu(68%)

Texte:
abu
  
  
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