Die griechische Insel Kephallonia, 1941: Kaum dass die schöne Pelagia (Penélope Cruz) mit dem naiven Fischer Mandras (Christian Bale) verlobt ist, zieht dieser in den Krieg gegen Albanien. Pelagia schreibt ihm hundert Briefe, doch von Mandras kommt keine Antwort. Als er wieder auf Kephallonia ist, hat der Krieg ihn verändert. Auch wenn die Griechen den Sieg davon getragen haben, sitzen ihnen nun die Verbündeten der Albanier im Nacken: Die Deutschen und die Italiener besetzen die idyllische Insel.
Hauptmann Antonio Corelli (Nicolas Cage) ist allerdings lieber damit beschäftigt, die Mandoline zu spielen und den Chor seiner Truppe zu dirigieren als die Besatzungsmacht zu demonstrieren. So kommt es, dass die Griechen langsam aber sicher mit dem ungewohnten Umstand umzugehen zu wissen und am Ende sogar mit den Italienern feiern.
Pelagia, deren Vater Iannis (John Hurt) den Hauptmann beherbergt, ist besonders unterkühlt was die Italiener betrifft. Doch lange kann sie den Offerten von Corelli mit seiner Mandoline nicht widerstehen.
Antonio (Nicolas Cage) und Pelagia
(Penelope Cruz) kommen sich näher
Kritik:
Weniger durch die Geschichte, die der Film erzählt, als vielmehr durch die Liebe zur Musik und die verzaubernden Bilder kann „Corellis Mandoline" begeistern.
Die Story weist Brüche und Lücken in der Erzählung wie auch im Erzählstil auf. Hier rächt sich, dass man einen Roman eben nicht vollständig verfilmen kann. Manchmal könnte man meinen, es wären zwei Regisseure am Werk gewesen. So vermag es John Madden auch nicht Kriegs- und Liebesfilm unter einen Hut zu bringen. So schön die Landschaftsaufnahmen und Liebesszenen sind, so grausam zeigt sich der Krieg, der die Idylle zerstört.
Falls dieser Film zeigen sollte, dass auch in schlimmen Zeiten noch Liebe herrschen kann, dann bleibt ein derart bitterer Nachgeschmack, dass diese Aussage als an den Haaren herbeigezogen erscheint. Was den Film rettet, ist die Lebenslust von Nicolas Cage und seiner Truppe, die die Insel zwar besetzen, doch sich scheinbar unablässig sagen: Warum reden, wenn ich singen kann?
Ein unterhaltsamer Abend ist schon drin, doch sollte man sich nicht zuviel versprechen. Der Film hält nicht, was die Romanvorlage von Louis de Bernières verspricht.
Die idyllische Insel Kephallonia.
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