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Lammbock


  
Zwischen Pizza-Service, Drogen und guter Unterhaltung. Mit Moritz Bleibtreu und Lukas Gregorowicz.
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Starttermin
Name

/ Wertung
Länge Unter-
haltung
Span-
nung
Action Musik Erotik
An-
spruch
Ein-
druck
Ge-
samt

23.08.2001:
Lammbock

**** *** ***
** **** **
**** *** 77%
  
Genre:

Drama

  

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Regie: Christian Zübert
  

Kritik:

Misstrauen ist angesagt, wenn Stefan und Kai, Betreiber einer runtergekommenen Pizzeria, in ihre Luxusschlitten steigen und losdüsen. Denn das tägliche Geschäft mit Margherita und Calzone wirft sicher nicht soviel Geld ab. Der nicht ganz legalen Steigerung des Umsatzes dient denn auch die „Pizza Gourmet". Ein saftiges Teigstück mit einer Auflage, die das Gesundheitsamt so nie genehmigen würde: Notdürftig bedeckt die Salami diverse Cannabis-Produkte.

Weil die Geschichte über Kleinst-Ganovem im Nebenverdienst - alle Würzburger mögen es verzeihen - in der Provinz spielt, sieht das Drehbuch keine spektakulären Bandenkriege vor. Statt dessen träumt ein verdeckter Ermittler davon, die beiden Haschisch-Händler hochzunehmen. Die beiden Teilzeit-Dealer träumen wahlweise von Wohlstand, einem eigenen Café in der Südsee oder riesigen Hanfplantagen.

Bevor jedoch überhaupt gehandelt wird, wird geredet. Minutenlang. Und das kommt - dank der Hauptdarsteller Moritz Bleibtreu und Lucas Gregorowicz - so unverbraucht rüber, als wäre es den beiden gerade in diesem Moment eingefallen. Ein „Dialogfilm" im besten Sinne, der nichts mit verkrampftem Problem-Kino gemein hat. Nun gut, kann auch am Inhalt liegen: Diskussionen über die silikongefüllten Brüste einer „Baywatch"-Badenixe wechseln mit solchen über Mehmet Scholls bestes Stück.

 
Ganz nebenbei liefert die charmant-ruppige Komödie von Christian Zübert sogar noch einen absolut zitierfähigen Satz für den nächsten Alkoholrausch. Einfach „Ich bin schwarz-weiß!" sagen, entsetzt an sich herabgucken - und das Mitleid aller Anwesenden dürfte einem sicher sein. Ansonsten wird gerne und oft Tarantino zitiert, aber nur mit ganz dicken Anführungsstrichen. Denn wo der auch mal über Leichen geht, um einen Lacher zu ernten, bleibt „Lammbock" ziemlich harmlos. Das Höchstmaß an Brutalität ist schon erreicht, wenn Stefan und Kai einen ungebetenen Beobachter mit zwei Flaschen Kräuterschnaps außer Gefecht setzen.

Aber wie gesagt - ist eben Provinz. Und dort gehen selbst ungewöhnliche Geschichten meist unspektakulär zu Ende.


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Originaltitel: Shit happens
   

Dieser Film wurde bewertet von:
Jenny(77%)

Texte:
abu

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