Cineclub - Kino und mehr

Liam

  
Der siebenjährige Liam (Anthony Borrows) sieht, wie seine Familie aus den Fugen gerät. Melancholisches Drama um die Arbeitslosigkeit und den Faschismus im Liverpool der 30er von Stephen Frears.
  [Film bewerten]
Immer die aktuellsten Kinokritiken im Cineclub!

Starttermin
Name

/ Wertung
Länge Unter-
haltung
Span-
nung
Action Musik Erotik
An-
spruch
Ein-
druck
Ge-
samt

06.12.2001:
Liam

***** *** ***
** ** **
*** **** 71%
  
Genre:

Drama

  

     Diesen Film bewerten!

Regie: Stephen Frears
  

Liam
Liam und sein verzweifelter Vater (Ian Hart)

Inhalt & Kritik:

von

hope

Liverpooler Arbeiterviertel in den 30er Jahren. In England und vor allem in Liverpool macht sich die Arbeitslosigkeit breit und damit auch der Hass auf die Iren, die ja doch nur Arbeitsplätze wegnehmen. Unsere Geschichte wird aus der kindlich naiven Sicht des 7jährigen Liam (Anthony Borrows) erzählt. In der Schule muss er sich nichts anderes anhören als erzkatholische Lehren, die auf die heilige Kommunion vorbereiten sollen. In der Beichte bekommt er vor lauter Stottern nichts raus, obwohl er sich für den Schlimmsten aller Sünder hält. Als sein Vater auch noch den Job verliert und die Familie die Armutsgrenze bereits unterschreitet, sieht Liam sein junges Leben schon langsam entgleiten. Zum Glück für die Familie kann die Schwester Teresa (Megan Burns) bei einer reichen Familie als Hausmädchen arbeiten. Natürlich missfällt dem Vater (Ian Hart), dass es eine jüdische Familie ist. Liams Mutter (Claire Hackett) tut alles, um die Familie zu versorgen und zusammenzuhalten.

Liam
Liam (Anthony Borrows)

Stephen Frears, der sich, was historische Filme betrifft, besonders mit „Gefährliche Liebschaften" einen Namen gemacht hat, war in Deutschland zuletzt mit der Komödie „High Fidelity" in den Kinos. Mit „Liam" inszenierte er einen traurig-schönen Film, der in großen Teilen an „Die Asche meiner Mutter" erinnert. „Liam" hat, abgesehen davon, dass es nicht in Irland, sondern in England spielt, eine andere thematische Gewichtung. Stephen Frears geht intensiv auf die Herausbildung des englischen Faschismus ein, ohne dabei zu verurteilen.

„Liam" ist ein sehr schöner Film mit tollen Bildern und einer grandiosen detailverliebten Ausstattung. Nicht zuletzt vermag er es, den Zuschauer nachdenklich nach Hause gehen zu lassen. Leider kommt er aber nicht ganz an „Die Asche meiner Mutter" heran.

     
Links: Filmkritik zu "High Fidelity" von Stephen Frears.
Filmkritik zu "Die Asche meiner Mutter"
   

Dieser Film wurde bewertet von:
hope(71%)

Texte:
hope
  
  
e-Mail
  
Gästebuch

Diskussions
Forum

Liam
Liams Mutter (Claire Hackett)
legt sich mit den Nachbarn an.

Liam

Jetzt liam (sofern schon verfügbar) auf DVD übers Internet ausleihen
oder die DVD bei buch.de kaufen oder bei momox.de verkaufen.





Newsletter: So wird keine neue Filmkritik verpasst! eMail-Adresse:

[Film bewerten]

zurück zum Filmarchiv
zurück zur Wertungsübersicht
zurück zur Cineclub-Homepage

[TextCounter Fatal Error: Could Not Write to File _filmarchiv_2001_liam.html]

(c) 2002 Cineclub, Recklinghausen für alle Texte, die Rechte an den Bildern liegen beim jeweiligen Filmverleih.