Berichte vom 51. internationalen Filmfestival Mannheim-Heidelberg

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Charlie Butterfly

  
Der Feuerwehrmann Hans fängt nach einem Schicksalsschlag ein neues Leben an. Die Wandlung vom Arschloch zum durchaus angenehmen Zeitgenossen beginnt.
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/ Wertung
Länge Unter-
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nung
Action Musik Erotik
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Ge-
samt

Filmfestival
Charlie Butterfly

**** **** ****
** ***** **
**** **** 84%
  
Genre:

Drama

  

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Regie: Dariusz Steiness
  

 

Inhalt:

Feuerwehrmann Hans (Baard Owe) ist sicherlich kein angenehmer Zeitgenosse. Er hat nichts für seine Untergebenen übrig, quält sie mit sadistischer Freude. Sogar seinen Sohn demütigt er bis zum Letzten. Ja, er feuert ihn sogar, weil dieser betrunken bei der Nachtschicht ist.

Doch das Leben hat manchmal eigenartige Wendungen. Bei einem Autounfall kommt Hans’ Frau ums Leben und für ihn bricht eine Welt zusammen. Selbst nun betrunken im Dienst verliert er den Verstand und bei einem Brand auch sein Augenlicht.

Auf dem Weg zu einem neuen Leben, das er nun beginnen muss, besinnt er sich und wird milde. Sein Sohn Jesper (Allan Vegenfeldt), der abgehauen war, kehrt zurück und kümmert sich um den gebrochenen Mann. Auch gebrochene Herzen schlagen weiter. Gemeinsam fahren sie, der Vater als Pianist, der Sohn als Sänger, als Jazz-Duo durch Dänemark. Und zum Neuanfang gehört natürlich ein neuer Name: Charlie Butterfly.

  

 Charlie Butterfly

Kritik:

„Charlie Butterfly“ ist ein Film, der schleppend anfängt und später in Fahrt kommt. Man lernt ihn langsam zu lieben, genau wie die Hauptfigur. Natürlich ist diese anfangs ein Ekel, doch auch solche Menschen haben ihre netten Momente. Wenn Hans/Charlie am Klavier sitzt, ist er ein anderer Mensch, und die Leute mögen ihn. Grund genug für den gebrochenen Mann, eine neue Identität anzunehmen.

Die Musik im Film, besonders die von der Band gespielten Jazz-Stücke, kommen manchem Zuschauer bestimmt seltsam bekannt vor. Dabei wurden sie alle eigens für diesen Film von Carsten Dahl komponiert. Regisseur Dariusz Steiness legt in seinem Spielfilm-Debüt besonderen Wert auf die Musik. Er sagt, Musik sei die am meisten benutzte Sprache, die in Filmen Verwendung finde. Sie drücke jedes denkbare Gefühl, jede Emotion aus.

Grund genug, diesen Film zu sehen. Nicht nur der Musik wegen, sondern auch, damit jeder erfahren kann, dass sich Menschen ändern können - und offensichtlich sogar Männer.

   

Dieser Film wurde bewertet von:
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