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Gefühle, die man sieht

  
Episodendrama über fünf Frauen und ihr Umfeld in Los Angeles. Tolles Regiedebüt mit interessant verbundenen Einzelgeschichten. Mit Holly Hunter, Cameron Diaz, Calista Flockhart und Glenn Close.
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Starttermin
Name

/ Wertung
Länge Unter-
haltung
Span-
nung
Action Musik Erotik
An-
spruch
Ein-
druck
Ge-
samt

17.04.2003:
Gefühle, die man sieht

**** **** ***
** **** **
*** ***** 75%
  
Genre:

Drama

  

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Regie: Rodrigo Garcia
  

 Gefühle die man sieht
Rebecca (Holly Hunter).

Inhalt und Kritik:

von

hope

„Gefühle, die man sieht“ kann man wohl am besten als Frauenfilm beschreiben. Das gefühlvolle Episodendrama wird eben vor allem Frauen begeistern. Fünf Episoden über Frauen zwischen 30 und 50 in Los Angeles zeigen, wie man auf eine plötzliche Krise im Leben reagieren kann.

Gefühle die man siehtDr. Elaine Keener (Glenn Close) wartet auf den Anruf ihres Freundes, doch offenbar lässt er sich verleugnen. Von einer professionellen Kartenlegerin lässt sie sich die Zukunft vorhersagen. Die Filialleiterin einer Bank, Rebecca (Holly Hunter), wird von ihrem Liebhaber schwanger und muss sich für oder gegen eine Abtreibung entscheiden, dabei lässt sie sich auch noch auf eine Affäre mit einem Angestellten ein, der ihr beweist, dass sie immer noch begehrenswert ist. Die professionelle Kartenlegerin Christine (Calista Flockhart) pflegt ihre an AIDS erkrankte Freundin, doch da sie Lilly (Valeria Golino) über alles liebt, kann Christine nicht mit ansehen, wie Lilly stirbt. Die Kinderbuchautorin Rose (Kathy Baker, siehe Bild) sehnt sich nach Liebe. Ihr pubertierender Sohn ist ihr sogar schon voraus und sie entwickelt erotische Gefühle für den neu zugezogenen kleinwüchsigen Nachbarn Albert (Danny Woodburn). Zuletzt ist da die Polizeibeamtin Kathy (Amy Brenneman) die mit ihrer Schwester Carol (Cameron Diaz) zusammenwohnt, um ihr im Alltag zu helfen. Carol ist blind, doch eigentlich macht sie das für die Männer um so attraktiver.

Durch alle Episoden zieht sich der rote Faden der Zukunftsangst oder zumindest Angst vor der Ungewissheit, was kommt. Außerdem beherrschen die Motive Tod, Krankheit und Pflege den Film. Dabei bleibt der Film nicht einer oberflächlichen Melodramatik verhaftet, sondern zeigt, oft auch ohne Worte, was in den Frauen vor sich geht.

„Gefühle, die man sieht“ ist endlich wieder ein Film, der ausführlich auf die Existenzängste erwachsener Menschen eingeht und das auf einfühlsame Art. Die Kartenlegerin Christine ist dabei der Schlüssel zur Geschichte. Ihre eigene Zukunft ist eindeutig nicht rosig. Ihre geliebte Freundin wird sterben und sie kann nichts dagegen machen. Umso kälter fallen ihre Zukunftsprognosen für andere aus. Wie die Menschen heutzutage sind, empfindet sie kein Mitleid für andere.

Gefühle die man sieht
Lilly (Valeria Golino) und Christine (Calista Flockhart)

„Gefühle, die man sieht“ ist ein ruhiger Film voll von zauberhaften Momenten. Die Episoden sind äußerst kunstvoll zusammengestrickt. Die Schauspielerinnen, besonders Calista Flockhart, Cameron Diaz und Holly Hunter, liefern in diesem Low-Budget-Regiedebüt, das es in den USA nicht mal ins Kino geschafft hat, großartige Leistungen ab.


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Dieser Film wurde bewertet von:
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Gefühle die man sieht
Elaine (Glenn Close)

Gefühle die man sieht
Carol (Cameron Diaz) und Kathy (Amy Brenneman)

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