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Okay

  
Wundervolle Tragikomödie zum Lachen und Weinen, die es vermag, das Leben so simpel und kurz zusammenzufassen, dass man es kaum glauben kann. Großes Kino aus Dänemark.
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Starttermin
Name

/ Wertung
Länge Unter-
haltung
Span-
nung
Action Musik Erotik
An-
spruch
Ein-
druck
Ge-
samt

07.08.2003:
Okay

***** **** ***
** ***** ***
**** ***** 89%
  
Genre:

Tragikomödie

  

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Regie: Jesper W. Nielsen
  

 Okay
Nete (Paprika Steen) bequatscht ihren Bruder.

Inhalt:

Agnete (Paprika Steen) – auch Nete genannt – hat ihre kleine Familie im Griff. Sie selbst hat zwar auch noch einen Job als Sozialarbeiterin, aber ihr Mann Kristian (Troels Lyby) ist Schriftsteller und so den halben Tag zu Hause. Und da ist auch noch die pubertierende Tochter Kathrine (Molly Blixt Eglind).

Das Kartenhaus beginnt für Nete zusammenzufallen als ihr Vater schwer erkrankt. Die erschütternde Diagnose des Arztes: Er hat noch drei Wochen zu leben. Nete holt ihren Vater (Ole Ernst) zu sich, damit er nicht länger allein in seiner Wohnung sein Dasein fristen muss. Und Nete setzt sich das Ziel, ihren Vater wieder mit ihrem Bruder Martin (Nikolaj Kopernikus) zu versöhnen. Als dieser vor acht Jahren sein Coming-Out hatte, hat sein Vater kein Wort mehr mit ihm gesprochen.

Doch auch Martin hat zur Zeit sein eigenes Projekt. Ein Lesben-Pärchen hat Martin gebeten, der Samenspender für ihr Wunschkind zu sein. Doch Martin hat Zweifel. Vielleicht liegt es ja nicht in der Familie, ein guter Vater zu sein.

  

 Okay
Kristian (Troels Lyby) bei seiner Geliebten.

Kritik:

Wie wir es von dänischen Filmen gewohnt sind, kommt auch dieser wunderbar leichtfüßig daher. Und das trotz dieses so schweren Themas. Natürlich stellt sich jeder die Frage, was man selbst in einer solchen Situation machen würde. Was tut man, wenn man noch wenige Wochen zu leben hat. Was passiert, wenn ein Elternteil schwer erkrankt und sterben wird. Wie handelt man, wenn man mit dem Elterndasein konfrontiert wird. Zudem als Schwuler, der das nun so gar nicht in seiner Lebensplanung hatte.

Aber all das macht diesen Film aus. "Okay" ist nicht abgehoben und schwebt nicht in Sphären, in die der Otto-Normal-Zuschauer nie gelangen würde. Die Identifikation mit den Charakteren fällt also leicht. Die Message liegt auf der Hand: Lebe jeden Tag, als sei es dein letzter. Ob man wie Kristian sich eine Geliebte nimmt oder wie Nete alles daran setzt, seine Familie zusammenzuhalten, das bleibt jedem einzelnen überlassen.

Okay
Martin (Nikolaj Kopernikus) mit seiner Samenspende.

Und alles, was auch immer passiert, ist okay, denn so ist das Leben nun einmal. Man muss es nehmen wie es kommt. Das bedeutet nicht, dass man nicht traurig oder glücklich sein darf, wenn etwas besonderes passiert. Man muss sich nur dessen bewusst sein, dass es sich innerhalb kürzester Zeit wieder ändern kann und wird.


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Dieser Film wurde bewertet von:
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Okay
Nete mit ihrem Vater (Ole Ernst)

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