Roxy und Jane sind so gegensätzlich wie Hund und Katze und diese Gegensätze führen, wenn sie aufeinander prallen, zu interessanten Verwicklungen. Jane ist eher der intellektuelle, der brave Typ Mädchen und Roxy ist die Rebellin, die auf Rock-Musik steht und selber in einer Band spielt.
So werden Roxy (Mary-Kate Olsen) und Jane (Ashley Olsen), als Roxy beim Schwarzfahren erwischt wird, aus dem Zug nach New York geworfen, wo Jane eine für ihre akademische Karriere wichtige Rede halten soll und Roxy unbedingt ein Demo-Tape bei dem Producer einer coolen Rock-Band abladen will. Aber wie sollen sie nun nach New York kommen? Irgendwie schafft es Roxy jedoch, eine Fahrgelegenheit für sich und die Schwester zu organisieren. Als der zwielichtige Fahrer aber versucht, die beiden gefangen zu nehmen, geht das Abenteuer erst richtig los. In letzter Sekunde gelingt ihnen die Flucht. Jane, die ihr Leben stets 100-prozentig vorausplant, bemerkt, dass ihr Terminkalender in der Limousine des Entführers zurückgeblieben ist. Sie ist einem Herz-Nerven-Versagen nahe.
Gemeinsam versuchen sie nun, den Kalender, der auch die Stichwortkarten für Janes Rede beherbergt, von dem Gangster zurück zu bekommen. Dazu haben sie exakt 4 ½ Stunden Zeit, in denen sie sich in haarsträubenden Aktionen gegen die Widrigkeiten des New Yorker Großstadtdschungels durchsetzen müssen. Nicht genug damit: Auch Lomax (Dad aus American Pie 1 & 2) ist als Vertreter der Schulbehörde in typischer „Dad-Manier“ hinter Roxy her, da sie für den Gig die Schule geschwänzt hat. Schließlich werden die Twins von der Unterwelt, dem Gesetz und der Zeit, die ihnen unaufhörlich zwischen den Fingern zerrinnt, eingeholt. Ob sie sich wohl auch diesmal befreien können?
Ganz unerwartet ist dieser verrückte Tag, den Roxy und Jane gemeinsam in New York durchleben, sowohl der schlimmste, als auch der beste Tag seit einer langen Zeit für ihre Beziehung zueinander, und natürlich gibt es so ganz nebenher auch was fürs Herzchen.
Kritik:
Der Film ist eine Kombination aus „Ferris macht blau“ und „Kevin allein in New York“. Unterstützt werden die Olsen-Twins von Jack Osbourne und Dad (Eugene Levy), und ihr Vater (Bob Saget) aus der TV-Serie „Full House“ taucht auch kurz in einer Szene auf. Das ist auch O.K., peppt das Ganze etwas auf. Alles in allem ist dies eine nette Teenie-Komödie, die ihre Höhepunkte hat, welche über die einfache Geschichte hinweg helfen.
In ihrem Reifungsprozess zurückgebliebene Erwachsene, wie ich, können über die ein oder andere Szene durchaus lachen, generell ist die Zielgruppe aber klar Teenager und Kinder, nicht Erwachsene.
Somit muss ich nach Lage der Dinge zu dem Ergebnis kommen, dass dies ein gelungener Mix aus bekannten Elementen erfolgreicher Filme der 80er und 90er ist, der den Zuschauer gut unterhalten kann.
Der Film profitiert auf jeden Fall von der Bekanntheit der Olsen-Twins, die schon in Babyschuhen die Herzen der TV-Gemeinde erobert haben und inzwischen ein beachtliches Vermögen von 170 Millionen Dollar pro Nase ihr Eigen nennen können. Bedauerlich nur, dass Gerüchte über eine Magersucht, das glanzvolle Erscheinungsbild dieser Erfolgsstory irritieren. So wird man zwangsläufig erneut mit der Frage konfrontiert, ob es ein verantwortliches Handeln im Interesse der Kinder darstellt, wenn sie schon in jüngsten Jahren zu Stars gemacht werden, die Millionen von Dollar verdienen, an die aber auch Millionen von Erwartungen gestellt werden, was dem natürlichen Reaktionszusammenhang von Erfolg und Druck entspricht.
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