Das Schlimmste, was einem im Leben passieren kann: Als Sohn italienischer Einwanderer in Kanada sich als schwul outen zu müssen... Multikulti-Komödie.
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Nicht die ganze Zeit sind die Eltern von Angelo so fröhlich.
Inhalt:
Angelo Berberini (Luke Kirby) hat es nicht leicht. Als italienischer Einwanderersohn in Kanada lebt er zwischen der wirklichen Welt (Kanada) und dem obskuren Italien bei ihnen zu Haude. Doch bis heute konnte er das immer ganz gut meistern. Nun ist er bereits Ende 20 und will endlich auf eigenen Beinen stehen. Nur leider gibt es lediglich zwei Gründe von Mamma (Ginette Reno) wegzugehen: Man verheiratet sich oder man stirbt.
Trotzdem nimmt Angelo allen Mut zusammen und zieht aus, was zu einer Familientragödie wird. Nun, immerhin zieht er nicht mit irgendeinem Flittchen zusammen, sondern mit seinem besten Freund Nino (Peter Miller), auch ein Italiener. Auf die Frage, was denn daran besser sei, mit Nino zusammenzuleben als mit seinen Eltern, outet sich Angelo endlich: Er sagt seinen Eltern, dass er eine Liebesbeziehung mit Nino hat.
Prompt wird sich in den Haaren gerauft, „mamma mia“ gerufen und Heilige angebetet, aber alles hilft nichts. Da weiß die nicht weniger entsetzte Mutter von Nino (Mary Walsh) die Lösung: Man verkupple einfach Angelo mit der sinnlichen Pina (Sophie Lorain) und Nino mit Angelos Schwester Anna (Claudia Ferri). Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Pina und Nino kennen sich bereits...
Angelo (Luke Kirby) und Pina (Sophie Lorain)
Kritik:
Die italo-kanadische Sommerkomödie nach einem Theaterstück wirkt beim bloßen Betrachten des Plakats wir ein plumper Abklatsch der Erfolgskomödie "My Big Fat Greek Wedding“. Doch schon nach wenigen Minuten merkt der Zuschauer, dass der Film seinen eigenen Drive hat. Angelos Stimme aus dem Off begleitet die turbulente Erzählung betont ruhig. Die nicht lineare Erzählweise verschweigt klug wichtige Details und weiß an den richtigen Stellen zu offenbaren, was wichtig ist.
Mit allzu platten Späßen wird der Zuschauer nicht genervt. Die Balance zwischen Schwulenposse und Einwandererkomödie wird immer gehalten. Wenn auch nicht allzu anspruchsvoll, sind vergnügliche 90 Minuten allemal drin. Doch wirklich neu ist der Film natürlich nicht. Wir werden an "My Big Fat Greek Wedding“, "East ist East“ und "Kick it Like Beckham“ erinnert. Ein Muss ist der Film daher auch nicht, doch sommerliches Popcorn-Kino, bei dem man nicht viel mitdenken muss.
Nino (Peter Miller)
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