Gwyneth Paltrow ist die starke Frau an der Seite von Jude Law.
Inhalt:
Riesige Roboter stürmen durch New York City. Sie trampeln alles Platt und stehlen Generatoren der Stromversorgung der Stadt. Mitten drin ist Polly Perkins (Gwyneth Paltrow) die einer großen Story auf der Spur ist. Sie hat nämlich kurz vorher von Dr. Jennings (Trevor Baxter) erfahren, dass ein gewisser Dr. Totenkopf, ehemaliger Leiter der deutschen „Einheit 11“, hinter den Roboterangriffen steckt.
Da New York sich allein nicht verteidigen kann, wird Sky Captain (Jude Law) hinzugezogen, der Polly heldenhaft rettet. Und da die beiden sich von früher kennen und Polly jetzt richtig heiß auf diese Story ist, möchte sie dabei sein, wenn Sky Captain Dr. Totenkopf stellt. Doch zunächst müssen sie herausfinden, wo Dr. Totenkopf sich versteckt. Und das kann nur Sky Captains kluger Partner Dex (Giovanni Ribisi), der das Funksignal, das die Roboter steuert, zurückverfolgen möchte. Doch dazu muss Sky Captain in einem riskanten Einsatz die Roboter einige Zeit in Schach halten.
Wir haben dieses Bild nicht verändert. Der Filmanfang ist wirklich so unscharf...
Kritik:
Die verschwommen farblose Retrooptik dieses Films ist für die meisten Zuschauer vor allem in den ersten Minuten sehr gewöhnungsbedürftig. Die Rechenanforderungen bei der computergenerierten Szene mit Schnee über dem New York von 1933 waren mit Sicherheit enorm und die Unschärfe ist ohne Zweifel ein Stilmittel des Films. Dennoch wäre der Einstieg in den Film einfacher gewesen, wenn nicht gleich eine solche Szene die Augen der Zuschauer strapaziert hätte.
Die Geschichte, die Landschaft, die Dialoge und vor allem die Charaktere sind in vollkommenem Comicstil zur Perfektion gebracht. Am ehesten zu vergleichen sind einige Elemente wohl noch mit der "Liga der außergewöhnlichen Gentlemen“, auch wenn damals noch überwiegend reale Aufnahmen gemacht wurden. Diesmal scheinen Beleuchtung und Kleidung der Figuren direkt aus der Hand eines Comiczeichners entsprungen zu sein. Handwerklich kann der Film überzeugen. Die kalten und klaren Geräusche stehen dabei ständig in einem Kontrast zur leicht verschwommenen und farbblassen Optik. Leider gibt es trotz aller Bemühungen zwei, drei Szenen, denen man noch zu deutlich ansieht, das die Akteure vor einer bunten (bei den Aufnahmen natürlich blauen) Tapete spielen.
Grandiose Optik kennzeichnet die Kampfszenen.
Star des Films ist nicht, wie man vielleicht dem Filmplakat entnehmen könnte, die mit Augenklappe geschmückte Angelina Jolie, die einen relativ kleinen Auftritt hat. Nein, Gwyneth Paltrow trägt diesen Film. Denn während Jude Law an einigen Stellen eher unfreiwillig komisch bis unbeteiligt ausschaut, beweist Paltrow einmal mehr ihre Stärken. Zumeist ohne Kenntnis der später am Computer hinzu gefügten Landschaft stellt sie Polly Parker höchst überzeugend dar und verleiht ihrem Charakter damit deutlich mehr Inhalt und Emotionen, als alle anderen Figuren zusammen aufweisen.
Nicht unerwähnt bleiben dürfen natürlich die ganzen Szenen, an denen tatsächlich kein realer Schauspieler beteiligt war. Diese sind überwiegend technisch perfekt, natürlich in der gleichen Optik, und stellen zumeist von imposanter Musik untermalte Kampfhandlungen dar.
„Sky Captain and the World of Tomorrow“ ist Experimentalkino. Und das Experiment ist zum größten Teil geglückt.
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Sky Captain kann der Explosion gerade noch entkommen.