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2046


  
Wong Kar-wai setzt sein letztes Sehnsuchts-Märchen, das in den 60er Jahren spielte, fort. In der Zukunft und in der Vergangenheit. Betörend!
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Starttermin
Name

/ Wertung
Länge Unter-
haltung
Span-
nung
Action Musik Erotik
An-
spruch
Ein-
druck
Ge-
samt

13.01.2005:
2046

*** **** ***
** ***** *****
***** ***** 93%
  
Genre:

Liebesdrama

  

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Regie: Wong Kar-wai
  

Bild aus dem Film 2046
Wo soll’s hingehen? Chow Mo-wan (Tony Leung)
Kritik:

Wong Kar-wais neustes Werk ist als Fortsetzung seines letzten Films „In the Mood für Love“ zu verstehen. 2046 ist die Nummer des Hotelzimmers, in dem schon im letzten Film Chow Mo-wan (Tony Leung) Zuflucht fand, um Kung-Fu-Romane zu schreiben. Nun sucht er dieses Zimmer wieder auf, da es ihn an die vergangene Liebe erinnert.

Leider bekommt er dieses Mal nur das Zimmer 2047, doch im Zimmer nebenan wohnt die schön Bai Ling (Zhang Ziyi), die als Prostituierte arbeitet. Halb privat, halb geschäftlich beginnen die beiden ein Verhältnis. Dabei wird schnell klar, dass nicht nur er von ihr, sondern auch sie von ihm abhängig ist.

Chow Mo-wan lässt sich von den drei Frauen seines Lebens zu seinem neuen Roman inspirieren. Neben Bai Ling ist das die ewig unerfüllte Liebe zu Su Lizhen (Maggie Cheung), was in „In the Mood for Love“ zu sehen war. Außerdem traf Chow eine Frau, die ebenfalls Su Lizhen (Gong Li) heißt, eine professionelle Spielerin ist und schon allein wegen des Namens eine Faszination auf ihn ausgelöst hat. In diesem Roman kann man in einem Zug ins Jahr 2046 reisen – dem Jahr, in dem Hongkong seinen Kolonie-Sonderstatus verlieren wird. In diesem Zug verliebt sich ein Japaner in eine Androidin, doch er kann sie nicht zum Aussteigen bewegen. Im Jahr 2046 soll man seine Sehnsucht nach der wahren Liebe finden.

Bild aus dem Film 2046
Betörend schöne Bilder von Kameramann Christopher Doyle
 
Wong Kar-wai hat mit dem Kameramann Christopher Doyle einen Bilderreigen geschaffen, der betörend von den Höhen und Tiefen der Liebe berichtet. „2046“ erzählt von bedingungsloser Liebe und Hingabe und von den Hindernissen, die die Liebe oft überwinden muss. Dabei ist – wie schon im Vorgängerfilm – die Sehnsucht der große Antrieb für die Liebe.

Neben den schönen Bildern, spielen schöne Menschen in Wong Kar-wais Filmen eine große Rolle. Tony Leung, Gong Li, Maggie Cheung und Zhang Ziyi sind außerdem Stars von internationaler Bedeutung. Auf dem Filmfestival in Cannes 2004 wurde der Film bereits als schönster Film des Jahres 2004 gefeiert. Tatsächlich ist die melancholische Geschichte zusammen mit der genialen Kameraführung von Christopher Doyle schlicht brillant.

Bild aus dem Film 2046
Bai Ling (Zhang Ziyi) und Chow Mo-wan (Tony Leung)
 
Trotz des an sich simplen Themas des Films – der unerfüllten Sehnsucht nach Liebe – ist der Film denkbar komplex aufgebaut. Der rote Faden ist der schreibende Chow Mo-wan und um diesen Faden ranken sich seine drei Frauen und sein Roman. Zu guter Letzt kommt noch die Liebesgeschichte der Tochter seines Vermieters. Kenner von Wong Kar-wais Werk werden außerdem unendlich viele Anspielungen auf frühere Werke des Hongkong-Meisters finden. Natürlich bleibt auch bei diesem Wong Kar-wai nach dem Film eine seltsam verschwommene und verschleierte Erinnerung.

Nicht nur für Cineasten ein grandioses Erlebnis!

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Originaltitel: 2046
   

Dieser Film wurde bewertet von:
hope(93%)

Texte:
hope

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