Gracie Hart (Sandra Bullock) ist nach der Teilnahme an der Miss-America-Wahl gar nicht mehr undercover, sondern wird zum FBI-Maskottchen. Als dann die Miss America entführt wird, eilt sie zur Hilfe.
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Jeder kennt Gracie Hart (Sandra Bullock). Bei einem FBI-Einsatz wird sie plötzlich zum Autogrammschreiben aufgefordert. Obwohl das eigentlich das Ende ihrer FBI-Karriere bedeuten könnte, erhält sie die Chance, fortan das FBI öffentlich zu vertreten. Auftritte in Talk-Shows und Autogrammstunden in Buchläden erfüllen schon bald ihren Alltag – ständig gestylt und behütet vom schwulen Joel (Diedrich Bader) und seinem Frisier-Team. Mit von der Partie ist auch immer die aufmüpfige Sam Fuller (Regina King).
So vergehen die Monate, bis in Las Vegas die Miss America (Heather Burns) samt dem Showmaster Stan Fields (William Shatner) nach einem Aufenthalt in einem Altenheim entführt wird. Als „öffentlicher Kopf“ muss natürlich Gracie Hart sofort nach Las Vegas fliegen, um der Presse Rede und Antwort zu stehen. Doch anstatt die Unfähigkeit der dortigen FBI-Vertretung in schöne Worte zu verpacken, entschließt sich Gracie, ihre Freundin zu retten. Und zwar um jeden Preis. Und wegen ihrer Bekanntheit ist sie gezwungen, zu allerhand Verkleidungen zu greifen.
In Las Vegas müssen sie zusammenarbeiten: Sam Fuller (Regina King)
und Gracie Hart (Sandra Bullock)
Kritik:
Sandra Bullock darf zurück in eine ihre unterhaltsamsten Rollen. Als grunzend lachende Gracie Hart muss sie sich zum zweiten Mal in eine gezwungen reizende, wohlerzogene und sympathische Person verwandeln, die man gerne im Rampenlicht sieht. Das klingt wie im ersten Teil, funktioniert aber leider nicht so: Im ersten Teil glänzte Michael Caine mit Charme und trockenem Humor. Jetzt verleiht Diedrich Bader der Rolle des Stylisten Joel vor allem die Eigenschaften des amerikanischen Klischee-Schwulen.
Besser ist da schon die Idee der widerspenstigen Partnerin für Gracie Hart. Frei nach dem Motto, was bei Lethal Weapon klappt, funktioniert auch bei Miss Undercover, darf Regina King eine kratzbürstige und überaggressive FBI-Agentin verkörpern, mit der niemand mehr zusammenarbeiten will. Sie und Gracie werden zur Zusammenarbeit gezwungen und finden nach vielen Auseinandersetzungen schließlich auch eine gemeinsame Linie... Regina King liefert an der Seite von Sandra Bullock eine überzeugende Darstellung – die in der Tina-Turner-Imitation ihren Höhepunkt findet.
Die Entführten: Miss America (Heather Burne) und der Moderator
der Miss-Wahl (William Shatner)
Insgesamt fehlt Miss Undercover der spannende Höhepunkt, wie ihn der erste Teil noch hatte. Zu durchschaubar sind die einzelnen Aktionen, zu vorhersehbar die weitere Entwicklung. Dafür gefällt der Film – wie schon der erste Teil – überwiegend in der Situationskomik. Miss Undercover macht Spaß, ist aber kein filmisches Highlight.
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