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Der Hals der Giraffe


  
Die neunjährige Mathilde (Louisa Pill) macht sich gemeinsam mit ihrem Großvater Paul (Claude Rich) auf die Suche nach ihrer Großmutter, die die Familie verließ, bevor Mathilde geboren war. Cineclub-Filmtipp!
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Starttermin
Name

/ Wertung
Länge Unter-
haltung
Span-
nung
Action Musik Erotik
An-
spruch
Ein-
druck
Ge-
samt

17.08.2006:
Der Hals der Giraffe

***** ** ****
- ***** *
***** ***** 90%
  
Genre:

Drama

  

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Regie: Safy Nebbou
  

Der Hals der Giraffe mit Sandrine Bonnaire und Claude Rich
Mathilde (Louisa Pill) und ihr Großvater (Claude Rich) betrachten den Schnee.
Inhalt:

Paul (Claude Rich) ist mehr als erstaunt, als seine Enkelin Mathilde (Louisa Pill) mitten in der Nacht in seinem Zimmer im Altersheim erscheint. Mathilde, die zu Fuß durch die halbe Stadt gelaufen ist, erklärt dem höchst unglücklichen ehemaligen Buchhändler, dass sie einen Brief von ihrer Großmutter, Pauls Frau Madeleine, erhalten hat. Madeleine hatte die Familie verlassen, als Mathildes Mutter Hélène (Sandrine Bonnaire) gerade 10 Jahre alt war. Und solange Mathilde sich erinnern kann, hat man ihr immer gesagt, ihre Oma sei bereits tot. Doch nun hat Mathilde ja einen Brief von ihr gefunden...

Mit aller Überzeugungskraft, die ein neunjähriges Mädchen aufbringen kann, überredet Mathilde Paul, aus dem Altersheim auszubrechen und nach Biarritz an die Küste zu fahren, wo die Absenderadresse des Briefs ist. Während nun also Paul mit seiner Enkelin im geklauten Kleinbus und mit dem Zug quer durch Frankreich reist, gerät Hélène in Panik, als sie feststellt, dass ihre Tochter verschwunden ist. Und auch im Altersheim müssen die „Kollegen“ unter Anleitung von Ex-Polizist Léo (Darry Cowl) alles geben, um Pauls Flucht möglichst lange zu vertuschen...

Der Hals der Giraffe mit Sandrine Bonnaire und Claude Rich
Hélène (Sandrine Bonnaire)

  

Kritik:

Mit geschickten Schnitten und aussagekräftigen Dialogen verfolgt Regisseur Safy Nebbou in diesem Roadmovie die Reise(n) der kleinen Familie. Dabei liefern sowohl Claude Rich als auch Sandrine Bonnaire eine grandiose Darstellung beim erneuten Durchleben und der finalen Auflösung der vielschichtigen Familientragödie. Die beiden Charaktere stehen zusammen mit der neunjährigen Mathilde im Mittelpunkt des Films – aber gerade die Vielzahl der Randfiguren ist es, die die unterschwellige Botschaft, die hinter der Geschichte liegende Gesellschaftskritik, vermittelt. Zum einen im Altersheim aber auch bei der zufälligen Begegnung im Zug...

Immer wieder bewegt der „Hals der Giraffe“ durch die immense Kraft einzelner Bilder mit Symbolcharakter. Wenn der Großvater einsam auf einem Stuhl am Strand sitzt und zusieht, wie seine Enkelin in den Wellen spielt oder wenn das kleine rote Auto durch die gewaltige spanische Berglandschaft fährt, vermitteln diese kurzen Szenen in wenigen Augenblicken mehr, als in manch anderen Filmen minutenlange Dialoge.

Der Hals der Giraffe mit Sandrine Bonnaire und Claude Rich
In seinem alten Buchladen mit dem Namen "Der Hals der Giraffe" kennt
Paul (Claude Rich) sich auch nach Jahrzehnten noch bestens aus.
 
Dass eine der Schlüsselszenen des Films der Inhalt des Briefes sein wird, der den Stein des Anstoßes darstellt, ahnt man schon früh. Aber sowohl der Zeitpunkt, als auch die Betonung mit der der Text schließlich mit Madeleines Stimme erklingt, hätten besser nicht gewählt werden können. Und auch das Filmende passt ins Bild: Es bleibt genug Freiraum zur weiteren Entwicklung der Geschichte im Geiste des Zuschauers – und das in Bezug auf alle Personen.

„Der Hals der Giraffe“ hinterlässt ein zutiefst berührtes Publikum. Ganz großes Kino aus Frankreich!

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Originaltitel: Le Cou de la Girafe
   

Dieser Film wurde bewertet von:
RS(90%)

Texte:
RS

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Der Hals der Giraffe mit Sandrine Bonnaire und Claude Rich
Mathilde (Louisa Pill) ruft vom Bahnhof in Biarritz ihre Mutter an.

Der Hals der Giraffe mit Sandrine Bonnaire und Claude Rich
Reggisseur Safy Nebbou mit Sandrine Bonnaire.

Der Hals der Giraffe mit Sandrine Bonnaire und Claude Rich

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