Als die im kriminellen Milieu arbeitende, alleinerziehende Mutter von Marcus Young (Marc John Jefferies) auf tragische Weise stirbt, kommt der junge Afroamerikaner zu seinen großherzigen aber ebenso armen Großeltern, wo er in der New Yorker Bronx der 70er/80er Jahre zum kräftigen Schläger und Drogendealer heranwächst. Für den Gangsterboss Levar (Bill Duke) vertickt er die neue Hardlinerdroge Crystal Meth und gerät somit immer mehr auf die schiefe Bahn. Und dann ist da noch die kolumbianische Mafia, die ebenfalls ihre Drogen loswerden will und mit der sich Marcus und seine Kollegen stets im Krieg befinden. Als Ventil nutzt der aufstrebende Kriminelle (inzwischen gespielt von Curtis ’50 Cent’ Jackson) die Musik und seine eigens verfassten Lyrics, welche ihm schon in früher Kindheit mehr Lebensfreude bescherten, als es teure Markenklamotten je könnten.
Marcus (2.v.l.) und seine Possé.
Als der Krieg zwischen den Dealern dann aber immer größere Ausmaße annimmt und sich die Drogenmafia auch dank Marcus’ guter Arbeit weiterhin eine goldene Nase verdient, wird dem inzwischen erwachsenem Mann schnell klar, dass der Beat aus seinen Kopfhörern schon längst vom „Beat der Straße“ übertönt wird. Als ihm dann auch noch das Schicksal übel mitspielt, beschließt Marcus, sich aus dem Geschäft zu verabschieden und endlich seine große Karriere zu beginnen.
Mit Hilfe eines ehemaligen Mithäftlings, dem naiv wirkendem Bama (Terence Howard), beginnt er, an seiner Musikkarriere zu feilen. Allerdings haben die Beiden die Rechnung ohne Levar gemacht, der seinen besten Mann auf keinen Fall ziehen lassen will. So muss sich Marcus nicht nur seinem ehemaligen Boss sondern auch seiner Vergangenheit stellen und beide besiegen…
Viele Freunde von Marcus geben ihr Leben für die Straße - kein besonders ehrenhafter Tod.
Kritik:
Nachdem bereits Rapstar Eminem im biographisch angehauchten Drama „8 Mile“ die Rapszene auf menschliche Weise in einen Film verpackt hat, versucht sich sein einstiger Zögling 50 Cent alias Curtis Jackson nun ebenfalls an solch einem Werk – und scheitert dabei fast auf ganzer Linie. Denn im Gegensatz zu „8 Mile“ fehlt es hier gänzlich an gelungener und nachvollziehbarer Dramaturgie. Einzig die ersten 15 Minuten lassen auf eine tiefgründige Umsetzung von 50 Cents Leben hoffen. Doch dann wird aus dem Streifen immer mehr eine scheinbar verworrene Biographie, die auch durch die schwache Synchronisation (die sich warscheinlich selbst nur am Original gemessen hat) an vielen Stellen extrem billig und unrealistisch rüberkommt - und das, obwohl es sich hier um eine wahre Geschichte handelt. Dennoch ist die filmische Darstellung kaum gelungen und so kommt schnell Langeweile auf. Einzig die Musik des millionenschweren Rappers kann hier überzeugen. Was am Ende aber bleibt, ist ein schwacher Streifen über ein sicherlich interessanteres Leben - schade.
Bama (r., Terence Howard) weiß Marcus auf seinem Weg in die Musik zu helfen.
Levar (ganz vorne) hat nicht nur hier stets mächtige Männer hinter sich...
Ihr habt diesen Film auch
gesehen? Dann könnt ihr ihn hier bewerten! Weiterempfehlen: