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Das Mädchen, das die Seiten umblättert


  
Mélanie Prouvost (Déborah Francois) wird zur engsten Vertrauten der Pianistin Ariane Fouchecourt (Catherine Frot), um sich an der Frau zu rächen, die den Traum ihrer Kindheit zerstörte.
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Starttermin
Name

/ Wertung
Länge Unter-
haltung
Span-
nung
Action Musik Erotik
An-
spruch
Ein-
druck
Ge-
samt

03.05.2007:
Das Mädchen, das die Seiten umblättert

***** ** ****
- **** ***
**** **** 79%
  
Genre:

Drama

  

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Regie: Denis Dercourt
  

Das Mädchen, das die Seiten umblättert
Inhalt:

Mélanie Prouvost (Julie Richalet) hat seit Wochen für diesen Augenblick geübt. Obwohl sie große Angst hat, dem Erwartungsdruck ihrer Mutter nicht standhalten zu können, beginnt sie schließlich damit, das eingeübte Klavierstück vor einer Jury vorzuspielen. Es geht um ihre Aufnahme in die Musikschule. Und alles verläuft nach Plan – bis die in der Jury sitzende Pianistin Ariane Fouchecourt (Catherine Frot) durch ein paar leise gesprochene Worte Mélanies Konzentration derart stört, dass diese ihren Rhythmus verliert und durch die Prüfung fällt. Damit ist das Thema Klavierspielen für Mélanie ein für allemal erledigt.

Noch Jahre später ist Mélanie (Déborah Francois) getrieben von Rachegefühlen. Über den Umweg der Kanzlei von Arianes Mann verschafft sie sich Zugang zur Familie Fouchecourt. Ohne die Zusammenhänge zu ahnen, verpflichtet Jean Fouchecourt (Pascal Greggory) Mélanie als Ferienvertretung für sein Kindermädchen. Doch während sie eigentlich auf den elfjährigen Tristan (Antoine Martynciow) aufpassen soll, nutzt Mélanie die Gelegenheit, Arianes Vertrauen zu gewinnen. Bei der ersten Gelegenheit lässt sie erkennen, dass sie Noten lesen und für die Pianistin Notenblätter im richtigen Moment umblättern kann. Und da dieses Umblättern ein entscheidender Faktor für den Erfolg ist, gelingt es Mélanie tatsächlich schnell, der seit einem Autounfall völlig verunsicherten Ariane zu einem erfolgreichen Bühnenauftritt zu verhelfen.

Doch das ist nur Mittel zum Zweck. Jede Handlung Mélanies zielt in Wirklichkeit auf nur auf eines: Ihre Rache! Am Ende der Ferien will sie Ariane alles das heimzahlen, was diese ihr durch die verpatzte Aufnahmeprüfung angetan hat.

  

Das Mädchen, das die Seiten umblättert
Kritik:

Sowohl Catherine Frot in der Rolle der Pianistin als auch Déborah Francois als sich rächende Mélanie Prouvost liefern ein grandioses Spiel. Herauszuheben sind hier ohne Zweifel die zwei Schlüsselszenen: Zum einen ist da das Vorspielen von Melanie, das von Ariane gestört wird. Zum anderen die Szene, in der Ariane die Zusammenhänge begreift und sich selbst dabei im Spiegel sieht.

Die Gradlinigkeit und Skrupellosigkeit, mit der Mélanie ihre Rachepläne umsetzt, hinterlässt im Nachhinein eine Wirkung, die den Zuschauer noch lange nach dem Film über die Angemessenheit nachdenken lässt. Wenn jeder Mensch, dem wir durch eine Unachtsamkeit geschadet haben, derart gnadenlos unser Leben zerstörte, versänken wir bald im Chaos... Doch man bringt es einfach nicht fertig, sich auf die Seite von Ariane zu schlagen, die in all den Jahren nicht dazugelernt hat und immer noch fanatisch darauf ist, möglichst viele Autogramme zu schreiben.

Das Mädchen, das die Seiten umblättert
 
Die Macht der Musik wird hier an zwei Stücken festgemacht. Auf der einen Seite wird der Ehrgeiz der Kinder verdeutlicht, sich ihren Eltern zu beweisen, doch viel stärker wiegt das Zusammenspiel von Akustik und Bildern, während Arianes Welt einstürzt.

Regisseur Denis Dercourt, der zusammen mit Jacques Sotty auch das Drehbuch verfasste, konzentrierte sich zu Recht auf die beiden Hauptcharaktere. Details wie Melanies Reaktion auf die überraschende Belästigung und die Szenen im Privatpool der Fouchécourts fügen sich wunderbar ins Bild. Das sich anbahnende Unheil tritt schließlich nahezu wie erwartet ein. Es gibt keinen Kitsch aber auch keine wirklichen Überraschungen – nichts, was einen von Catherine Frots Gesichtsausdruck im Moment des Erkennens ablenken könnte.

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Originaltitel: La Tourneuse de pages
   
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RS(79%)

Texte:
RS

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