Young-goon (Su-jeong Lim) hält sich für einen Cyborg und wird nach einem Arbeitsunfall in die Anstalt eingewiesen. Dort lernt sie Il-sun (Jung Ji-hoon alias Korea-Popstar Rain) kennen, der die besondere Gabe hat, anderen ihre Fähigkeiten zu klauen. Als er merkt, dass Young-goon die Nahrung verweigert, muss Il-sun sich etwas einfallen lassen, um ihr das Leben zu retten.
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Als kleines Kind muss Young-goon (Su-jeong Lim) mit ansehen, wie ihre Großmutter zwangseingewiesen wird. Grund dafür war ihr schizophrenes Verhalten. Sie tat den ganzen Tag nichts anderes, als sich mit Mäusen zu unterhalten und Rettich zu essen, da sie sich ja selbst für eine Maus hielt. Wenn ein kleines Kind von einer Frau aufgezogen wird, die sich für ein Nagetier hält, kann dies nur in einer Katastrophe enden - und es kommt wie es kommen muss: Denn Jahre später muss Goon ebenfalls eingewiesen werden, da sie in einer Identitätskrise steckt. Ihre Mutter hat schon seit Jahren gewusst, dass Goon sich für einen Cyborg hält, doch sie hat dies als kindisches Getue abgestempelt, denn sie wollte nicht riskieren, dass ihre Tochter die ganzen Kunden verjagt.
Il-sun (Jung Ji-hoon) kommt Young-goon beim nächtlichen Jodeln näher.
Goon lässt nach der Einweisung niemanden an sich heran, stattdessen redet sie lieber mit den Deckenlichtern, mit Getränkeautomaten und allem anderen, was elektronischen Ursprungs ist. Wie es sich für einen Cyborg gehört, verweigert sie die menschliche Nahrung und leckt munter an Batterien, um sich für Kämpfe aufzuladen.
Nach kurzer Zeit weckt sie damit die Aufmerksamkeit von Il-Sun (Jung Ji-hoon). Sun wird von allen anderen als Dieb bezeichnet. Und tatsächlich meint sogar er selbst, dass er die Fähigkeiten anderer stehlen kann. Die beiden freunden sich an und so bittet Goon Il-Sun um einen Gefallen: Er soll ihr das Mitgefühl rauben - eine der sieben Todsünden eines Cyborgs. Goon erhofft sich davon, ihren Plan, das ganze Ärztepersonal umzubringen, erfüllen zu können. Doch Sun macht sich große Sorgen um sie, denn wenn sie nicht anfängt zu essen, ist Goon innerhalb weniger Tage tot.
Mit der Apparatur in seiner Hand will Il-Sun Young-goons Leben retten.
Kritik:
Nach seiner Rache-Trilogie beglückt Regisseur Park Chan-wook das Publikum mit einem ganz anderen Genre, als man es von ihm erwartet hätte. Durch seine romantisch angehauchte Tragikomödie ist ihm diese inszenierte 180°-Wendung gut gelungen. Im wahren Leben sollte man sich zwar nicht auf Kosten ernster Krankheiten amüsieren, doch hier fühlt man sich schnell mit den Patienten verbunden, lacht mit ihnen, und siehe da, die meisten Pointen sind nicht so verletzend, wie man hätte annehmen können. Ob sich dies ein amerikanischer Film hätte leisten können, ist aber zu bezweifeln.
Leider hat "I’m a Cyborg" auch seine Schwächen: Das Ende könnte ein paar Kürzungen vertragen, denn es fühlt sich einfach zu gestreckt an. Die emotionale Bindung zwischen den beiden Hauptcharakteren ist deutlich zu schwach, das Wort ’romantisch’ scheint fast schon deplatziert. Dies hätte man besser ausarbeiten müssen. Trotz der genannten Mängel fühlt man mit den Charakteren: Im Falle von Goon handelt es sich um die fehlende Perspektive zum Aufwachen.
Wer ein Fan asiatischer Filme ist und sich von einer skurrilen Handlung angesprochen fühlt, der wird einige der liebenswertesten Spinner erleben, die die Kinoleinwand seit langer Zeit zum Vorschein gebracht hat.
Goon (Su-jeong Lim) hört bei der Arbeit den Sender für Cyborgs...
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Hintergrund:
Die neue Intro-Editions-DVD enthält neben der koreanischen Originalspur und der deutschen Synchrofassung in 5.1-Dolby-Digital ein Making-of, Deleted Scenes, Interviews, ein Berlinale-Spezial, Kinotrailer und ein informatives Hochglanz-Booklet.