Jahre sind vergangen und Kriegsveteran John Rambo (Sylvester Stallone) lebt inzwischen zurückgezogen im asiatischen Dschungel und arbeitet dort als Handwerker und Schlangenfänger.
Als ihn nun eine Gruppe freier Missionare aufsucht und ihn bittet, sie über den Flussweg bis zum Kriegsgebiet in Birma zu bringen, lehnt der ruhige Muskelprotz anfangs ab. Doch das Gespräch mit Sarah (Julie Benz), der einzigen Frau der Gruppe, macht ihm erneut klar, dass man eben doch nicht einfach so vor allem die Augen verschließen kann - und kurz darauf setzt der Fischkutter Segel. Auf ihrer Fahrt begegnen sie allerdings Flusspiraten, die Sarah entführen wollen, und noch bevor sich die freiwilligen Helfer versehen, ballert Rambo die räuberische Mannschaft kurzerhand über den Haufen...
Nun wissen also auch die gutgläubigen Helfer, was sie hier eigentlich wirklich erwartet. Doch das bringt der Gruppe von Ärzten nichts mehr, denn nachdem sie von Rambo am Ziel abgesetzt worden sind und dieser sich auf den Heimweg begeben hat, bricht erneut Krieg über das Gebiet ein und Sarah sowie einige ihrer Kollegen werden gefangen genommen. Einige Tage später bekommt Rambo daraufhin Besuch vom ortsansässigen katholischen Pastor. Dieser bittet ihn, eine Gruppe Söldner zu dem einstigen Ziel der Missionare zu bringen, da man seit über einer Woche nichts mehr von den Ärtzen gehört hat. Rambo willigt ein – und erkennt, dass nur seine Kriegserfahrung noch helfen kann, die Missionare zu befreien und dem ganzen Treiben endlich ein Ende zu setzen...
Kritik:
Mit eiskaltem Gemetzel - selbst an Frauen und Kindern - hat der vierte Streifen des weltweit bekannten Veterans John Rambo seine FSK-18-Plakette mehr als verdient. Wenn hier, ohne mit der Wimper zu zucken, selbst kleinen Kindern in die Brust geschossen wird oder sie lebend ins Feuer geschmissen werden, ist das selbst für volljährige Zuschauer ein grauenvolles Bild. Dennoch sind die Kriegsszenen die einzigen Momente, die wirklich noch ein Stück Unterhaltung in den Film einbringen. Denn Sylvester Stallone schien es diesmal in keinster Weise darum zu gehen, noch ein bisschen Inhalt über seine Hauptfigur zu verbreiten.
Missionarin Sarah (Judie Benz) kann nicht glauben, was um sie herum geschieht.
Das dürfte den Rambo-Fans zwar gefallen haben, dennoch schleppt sich der Streifen die erste Hälfte seiner mit rund 80 Minuten wahrhaft kurzen Laufzeit träge dahin und ist an Langeweile kaum zu überbieten. Einschläfernde Dialoge, kaum wechselnde Atmosphäre und ein sich nur sehr langsam entwickelnder Hintergrund zum Geschehen lassen manchen Zuschauer wirklich nur den Kopf schütteln.
Auch die gewählten Darsteller sind schwach, aber so lenken sie wenigstens nicht von der Hauptperson ab. Erwähnenswert ist allenfalls Matthew Marsden: Er macht seine Sache zwar ansprechend, dennoch wirkt er in diesem Film völlig fehl am Platze. Denn charakterstark ist keine der Rollen, selbst John Rambo kann nur in den letzten Minuten am Maschinengewehr-Pult noch mal sein kämpferisches Charisma aufblitzen lassen.
Mit John Rambo ist nicht zu spaßen!
Was am Ende also bleibt, sind rund fünfzig Minuten Langeweile und knapp eine halbe Stunde pure Action, die an blutiger Ehrlichkeit kaum zu überbieten ist – und diese unverblümte Darstellung des Bürgerkriegs ist auch das Einzige, was man Stallone zu Gute halten muss.
Ihr habt diesen Film auch
gesehen? Dann könnt ihr ihn hier bewerten! Weiterempfehlen: