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Pippa Lee


  
Die perfekt Ehefrau Pippa Lee (Robin Wright Penn) will kein Rätsel mehr für ihr Umfeld sein und erzählt von ihrer wilden Jugendzeit. Charmanter Frauenfilm, der verspricht, wenig konventionell zu sein, aber nicht mutig genug ist.
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Starttermin
Name

/ Wertung
Länge Unter-
haltung
Span-
nung
Action Musik Erotik
An-
spruch
Ein-
druck
Ge-
samt

01.07.2010:
Pippa Lee

**** * ***
** *** ***
** *** 70%
  
Genre:

Dramödie

  

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Regie: Rebecca Miller
  

Pippa Lee (mit Robin Wright Penn)
Pippa Lee (Robin Wright Penn) ist Herb Lee (Alan Arkin) eine perfekte Frau.
Inhalt:

Die anmutige und immer freundliche Pippa Lee (Robin Wright Penn) zieht mit ihrem 30 Jahre älteren Mann, dem Verleger Herb Lee (Alan Arkin), nach Connecticut in eine vornehme Gegend. Das Haus ist großzügig und Pippas regelmäßige Dinnerpartys perfekt. Ihr Sohn Ben (Ryan McDonald) ist angehender Jurist, ihre Tochter Grace (Zoe Kazan) verwegene Fotografin in Krisengebieten. Alles sieht also danach aus, als führte Pippa das perfekte Leben.

Doch bald nach dem Umzug findet sie morgens die Küche verwüstet vor. Schokotorte ist überall verteilt. Immer wieder findet Pippa Zigarettenstummel im Auto. Pippa beginnt sich langsam Sorgen um ihren so viel älteren Mann Herb zu machen. Außerdem zieht der tätowierte Taugenichts Chris (Keanu Reeves) zurück nach Connecticut und bringt Pippa durcheinander.

Pippa Lee (mit Robin Wright Penn)
Pippa macht Bekanntschaft mit Chris (Keanu Reeves).
 
Pippas makellose Erscheinung beginnt allmählich zu bröckeln, als sie aus ihrer Kindheit erzählt: Ihre Mutter Suky (Maria Bello) litt unter enormen Stimmungsschwankungen, was sie unberechenbar machte. Erst als Jugendliche bemerkte Pippa, dass dies von den Pillen herrührte, die ihre Mutter regelmäßig nahm.

Weil sie ihre Mutter nicht mehr ertragen konnte, kehrte Pippa ihr den Rücken und zog zu ihrer jungen Tante Trish (Robin Weigert) und ihrer Partnerin Kat (Julianne Moore). Kat brachte Pippa ein freies, wildes Leben bei, wie man es der älteren Pippa nicht zugetraut hätte.

  

Pippa Lee (mit Robin Wright Penn)
Herb ist von der jungen Pippa (Blake Lively) hingerissen.
Kritik:

Süß, fast magisch ist die Stimmung von "Pippa Lee". In schönen Bildern werden die Gefühlslagen Pippas eingefangen. Gleich in doppelter Hinsicht ist "Pippa Lee" ein Coming-of-Age-Film, denn nicht nur die jugendliche Pippa macht eine punkige Jugendphase durch. Nein, auch die erwachsene, eigentlich schon gesetzte Pippa erlebt eine zweite Jugend.

Robin Wright Penn ("Forrest Gump") spielt ihre Rolle wirklich wunderbar. Auch für die Nebenrollen hat Autorin-Regisseurin Rebecca Miller namhafte Schauspieler gefunden, aber nicht alle davon sind gut besetzt. Julianne Moore ("A Single Man", "The Hours") spielt die Rolle der lesbischen Kat köstlich, Maria Bello ("Coyote Ugly") macht Pippas Mutter glaubhaft zwiespältig und Monica Belluci ist als Herbs Ex-Frau schön bissig. Blake Lively hingegen bringt als jüngere Pippa kaum mehr als ihr hübsches Äußeres rüber.

Pippa Lee (mit Robin Wright Penn)
Pippas Mutter Suky (Maria Bello) hat gerade einen fröhlichen Moment.
 
Die größten Enttäuschungen sind jedoch Winona Ryder ("Edward mit den Scherenhänden") und Keanu Reeves ("Matrix", "Speed"). Ryder scheint uninspiriert ihre verstörte Rolle aus "Durchgeknallt" zu wiederholen und sieht dabei ganz blass aus. Reeves hat außer kuriosen Ganzkörpertattoos nicht viel zu bieten. Er wirkt vollkommen lustlos und antistatisch: der romantische Funke ist bei Reeves nicht übergesprungen. Eine sehr schwache Leistung der beiden.

Obwohl der Film insgesamt einen zauberhaften Charme versprüht – trotz Reeves –, mangelt es der Geschichte an Mut und Spannung. Überraschungen lassen sich keine finden, genauso wenig wie forsche Grenzüberschreitungen. Selbst während Pippas jugendlicher Rebellen- und Drogenzeit wirkt der Film ähnlich konventionell und perfekt-freundlich wie die ältere Pippa. Man sollte also nicht viel mehr als einen charmanten Frauenfilm von "Pippa Lee" erwarten.

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Pippa Lee (mit Robin Wright Penn)
Autorin und Regisseurin Rebecca Miller.
Hintergrund:
  • Robin Wright Penn ist, wie man vom Namen her schon vermuten kann, die Ehefrau von Oscar-Gewinner Sean Penn (Milk, Mystic River).
  • Rebecca Miller schrieb auf Grundlage ihres eigenen Romans das Drehbuch zu "Pippa Lee" und führt zusätzlich Regie.
   
Pippa Lee (mit Robin Wright Penn)
Auch mit dabei Winona Ryder und Julianne Moore.
Originaltitel: The Private Lives of Pippa Lee
   

Dieser Film wurde bewertet von:
Martin(70%)

Texte:
Martin

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