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Der Gott des Gemetzels


  
Sieben Darsteller in Bestform: Eigentlich wollten sich Nancy (Kate Winslet / Ulrike Stürzbecher) und ihr Mann Alan (Christoph Waltz) bei Penelope (Jodie Foster / Hansi Jochmann) und Michael Longstreet (John C. Reilly / Jacques Breuer) für eine Prügelei zwischen den Söhnen der Familien entschuldigen. Doch nach Espresso, Kaffee und Cognac eskaliert die Situation.
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Starttermin
Name

/ Wertung
Länge Unter-
haltung
Span-
nung
Action Musik Erotik
An-
spruch
Ein-
druck
Ge-
samt

24.11.2011:
Der Gott des Gemetzels

***** ***** ****
* ** -
**** ***** 81%
  
Genre:

Drama

  

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Regie: Roman Polanski
  

Der Gott des Gemetzels (Carnage)
Inhalt:

Zwei Kinder haben sich geprügelt. Dabei hat der eine dem anderen Zähne ausgeschlagen. Grund genug, dass sich die Eltern zusammensetzen und wie zivilisierte Menschen über den Vorfall sprechen. Doch sind Nancy (Kate Winslet), Alan (Christoph Waltz), Penelope (Jodie Foster) und Michael (John C. Reilly) dazu in der Lage? 

  

Der Gott des Gemetzels (Carnage)

Kritik:

Die Inhaltsangabe fällt kurz aus und die Darstellerliste ist überschaubar. Zudem kann man sich fragen, welchen Sinn es macht, ein erfolgreiches Theaterstück auf die Leinwand zu bringen, ohne es dabei großartig zu erweitern oder zu verändern. Nun die Antwort ist ganz einfach: Es wurden Darsteller gefunden, die angesichts dieser intensiven Charakterstudie zur Höchstform auflaufen und das Publikum scharenweise begeistern können. Während bei Christoph Waltz nach „Wasser für die Elfanten“ die Messlatte bereits hoch anzusetzen war und man von einer Leistung knapp besser als erwartet sprechen kann, überrascht vor allem Kate Winslet positiv – mit einer fast Oscar-reifen Darstellung. Regisseur Roman Polanski beweist zudem ein glückliches Händchen, indem er genau in den richtigen Momenten mit Nähe und Distanz spielt und somit die Wirkung einzelner Szenen deutlich unterstreicht. Insbesondere die Telefonate profitieren davon…

Der Gott des Gemetzels (Carnage)
 
Wer sich in diesen Film begibt, sollte wissen, dass er Zeuge der schichtweisen Demontage menschlicher Oberflächlichkeit werden wird. Getrieben von guten Vorsätzen versuchen alle für eine gewisse Zeit die höfliche Fassade aufrecht zu erhalten. Als es schließlich zum Eklat kommt, rückt an die Stelle der falschen Freundlichkeit eine verletzende Direktheit bzw. beißende Ironie. Dass sich im voranschreitenden Wortgefecht neben den beiden Familien auch mal Allianzen unter den Männern und den Frauen bilden, ist ein interessanter Nebeneffekt.

Ein Wort muss man noch zur exzellenten deutschen Synchronisation verlieren: Neben Christoph Waltz, der sich naturgemäß selbst spricht, brillieren Hansi Jochmann für Jodie Foster, Jacques Breuer für John C. Reilly und besonders Ulrike Stürzbecher für Kate Winslet. Ohne diese bravouröse Leistung wäre der Unterhaltungswert (der deutschen Fassung) nur halb so hoch. „Der Gott des Gemetzels“ ist trotz des irreführenden Titels ein Film zum Genießen, Mitlachen und immer wieder Anschauen.

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Der Gott des Gemetzels (Carnage)
Regisseur Roman Polanski (hinten) arrangiert seine Hauptdarsteller.
Originaltitel: Carnage
   

Dieser Film wurde bewertet von:
RS(81%)

Texte:
RS

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