Nach dem Tod seiner im Kochen unbegabten Mutter, versucht Nigel (Freddie Highmore) durch Kochen das Herz seines Vaters zu gewinnen - gegen seine neue Stiefmutter (Helena Bonham Carter). Süße, nostalgische, leicht skurrile Tragikomödie mit Charme, toller Musik und Ausstattung.
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Joan Potter (Helena Bonham Carter) und Nigel Slater (Freddie Highmore) kochen um das Herz von Nigels Vater.
Inhalt:
Seine chronisch asthmakranke Mutter (Victoria Hamilton) bereitet nur Konserven zu und betrachtet Toast als kulinarischen Höhepunkt. Sein Vater (Ken Stott) scheint mit den Speisen zufrieden zu sein, aber Nigel Slater (Freddie Highmore) hält es nicht mehr aus. Er sehnt sich nach frischem Gemüse, welches der junge Gärtner, mit dem er sich anfreundet, anbaut. Doch unterbindet Nigels Vater die Freundschaft, indem er einen anderen Gärtner einstellt.
Nigel ist nicht nur der einzige, sondern auch der beste Junge im Hauswirtschaftskurs.
Als Nigels Mutter Ende der 1960er verstirbt, verbringt sein Vater immer mehr Zeit mit der bereits verheirateten Putzfrau Mrs Potter (Helena Bonham Carter). Nigel kann sie nicht ausstehen, aber sie verführt seinen Vater mit ihren exzellenten Kochkünsten. Um seinen Vater wieder für sich zu gewinnen, belegt Nigel als einziger Junge in der Schule einen Haushaltskurs und duelliert sich in der Küche mit Mrs Potter, welche sein Vater bald sogar zu heiraten gedenkt.
Nach dem Tod seiner Frau heiratet Nigels Vater (Ken Stott, links) Mrs Potter...
Kritik:
Die BBC ließ die gleichbetitelten Memoiren von Nigel Slater, einem der bekanntesten Köche und Kolumnisten Englands, verfilmen. Man engagierte Drehbuchautor Lee Hall („Billy Elliot“), die erfahrene Serienregisseurin S.J. Clarkson und als Schauspieler niemand anderen als Ken Stott („Kleine Morde unter Freunden“, bald in „Der Hobbit“), Freddy Highmore („Charlie und die Schokoladenfabrik“) und Helena Bonham Carter („Fight Club“, „The King's Speech“).
Auch wenn Nigel Slater dem deutschen Publikum nicht bekannt ist, lohnt sich der Film auf jeden Fall. Bei der TV-Ausstrahlung in Großbritannien erreichte er einen Marktanteil von über 25%. Der Film über die Kindheits- und Jugendjahre Slaters ist aber auch ein sehr witziger, herzerwärmender, wirklich süßer Film. Zu Recht lief „Toast“ im Kulinarischen Kino der Berlinale, vermittelt er doch auch Freude am guten Essen. Allerdings sind die Gerichte des Films gar nicht außergewöhnlich.
...und damit beginnt das Kochduell zwischen Nigel und Mrs Potter erst richtig.
Trotz ernsterer oder sanfterer Töne – ja, der Film ist auch ziemlich tragisch – ist es amüsierend, Nigel und seiner Stiefmutter bei Kochkrieg zuzuschauen, die für das Herz von Nigels Vater um die Wette kochen. Das Drehbuch ist schön pointiert geschrieben. Nigels Stiefmutter stammt aus der Unterschicht und spricht auch entsprechend, was Bonham Carter toll umsetzt. Auch die Jungdarsteller Freddy Highmore und Oscar Kennedy, der sein Debüt als ganz junger Nigel gibt, sind überzeugend.
Die Freude am Film kommt aber nicht allein von den tollen Schauspielern, sondern auch vom hohen Produktionswert des Filmes. Die 60er-Jahre-Ausstattung ist wie die Begebenheiten etwas skurril – aber erwartet man anderes von Bonham Carter? Und dann dazu die passende Musik von Dusty Springfield. Großartig. Ein Toast auf einen gelungenen Film!
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