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Nichts als die Wahrheit

  
Dr. Josef Mengele (Götz George),  der „Todesengel von Auschwitz“,  kehrt nach Deutschland zurück um sich den deutschen Behörden zu stellen.
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Starttermin
Name

/ Wertung
Länge Unter-
haltung
Span-
nung
Action Musik Erotik
An-
spruch
Ein-
druck
Ge-
samt

23.09.1999:
Nichts als die Wahrheit

**** * ***
* **** -
***** ***** 74%
  
Genre:

Drama, Gerichtsfilm, BRD, 128 Minuten

FSK: ab 12
Regie: Roland Suso Richter
  
Inhalt: Kai Wiesinger in "Nichts als die Wahrheit"Der Anwalt Peter Rohm (Kai Wiesinger, siehe Foto rechts) kommt an seinem Geburtstag nach Hause, deshalb liegen vor der Tür Pakete von Freunden. Als er die Pakete öffnet, enthält eines eine SS-Uniform; wie sich später herausstellt, ist es die Uniform von Dr. Josef Mengele, die den Anwalt besonders interessiert, denn er will ein Buch über Mengele schreiben. Als er am selben Abend das Haus verlässt, wird er in seinem Auto sitzend, von einem anderen Mann gerammt, der ihn dann durch eine Verfolgungsjagd in ein Gebäude am Stadtrand lockt, niederschlägt und nach Argentinien entführt. In Argentinien trifft Peter Rohm Dr. Josef Mengele (Götz George), der ihm offenbart, dass er nach Deutschland gehen wird, um sich auszuliefern und bei dem Prozess soll Peter Rohm sein Anwalt sein.

Das Gerichtsverfahren - aus 'Nichts als die Wahrheit'Es folgt nun eine imaginäre Gerichtsverhandlung mit kurzen Rückblenden in das Haus in Argentinien: Da das Deutsche Gesetz einen Pflichtanwalt vorschreibt und Peter Rohm die Vergangenheit aufdecken will, übernimmt er schließlich den Fall. Aber nach einiger Zeit erkennt er, dass es aussichtslos ist, und er will aufgeben. Aber als ihm Mengele von seiner Mutter erzählt, die auch in den Fall verwickelt ist, verbeißt er sich richtig in den Fall und versucht, die Mordanschuldigungen auf Sterbehilfe herunterzuspielen. Begleitet wird der Gerichtsprozess von gewalttätigen Ausschreitungen zwischen linken und rechten Demonstranten (siehe Foto unten).

  

Demonstranten - aus 'Nichts als die Wahrheit'

Kritik: Der Film ist sehr eindrücklich und super gemacht. Würde man den Film 10 min vor dem Ende anhalten und fragen, ob man Mengele für schuldig empfindet, so würde die Mehrheit „Nein“ sagen. Das bedeutet nicht, dass dieser Film das 3. Reich verherrlicht und Auschwitz als Lüge darstellt, sondern genau das beweist, wie gut der Film ist und wie anfällig wir selbst für so etwas sind. Als dann Peter Rohm sein Plädoyer auf Lebenslang gibt und Mengele trotzdem als Gewinner des Prozesses nennt, wird einem als Zuschauer klar, wie man sich doch selbst von Mengeles Aussagen überzeugen und beeinflussen lassen hat, daher endet die Gerichtsverhandlung mit ein Appell an uns alle.

Würde es die Rubrik Kamera bei der Bewertung geben, so hätte dieser Film hier mindestens vier Punkte wenn nicht sogar fünf Punkte verdient. Auch Götz George zeigt wieder sein ganzes Können und beweist einmal mehr, dass er zu den ganz Großen gehört. Ein Film, den man gesehen haben muß, wenn man sich für dieses Thema interessiert, oder wenn man sich mit diesen Sachen auseinandersetzen muss und will.

   
englischer Titel: After the Truth
   
Links: http://www.nichts-als-die-Wahrheit.de
  

Dieser Film wurde bewertet von:
UliS(74%),
FV(75%)

Texte:
UliS
  
  
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Nichts als die Wahrheit
Dr. Josef Mengele (Götz George).

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