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Tief wie der Ozean |
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12.08.1999: |
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| Genre: | Drama |
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| Regie: | Ulu Grosbard | |||||||||||
| Seitenblicke: | Eine traurige Frau
steht am Rande einer Halle, in der ein absolutes Chaos herrscht. Vor drei Jahren, nachdem
sie ihren neugeborenen Sohn verloren hatte, fiel sie in tiefe Trauer, mußte in
psychatrische Behandlung. Doch das alles liegt nun hinter ihr, sie ist auf dem
Klassentreffen, sieht ihre alten Freundinnen - doch Spaß hat sie nicht. Vor ihrem
geistigen Auge sieht sie immer noch das Bild ihres Sohnes, wie würde Sam wohl heute
aussehen - als plötzlich der kleine Ben Cappadora vor ihr steht. "Er sagt, ich soll
verschwinden!" ruft er zu ihr hinauf. Sie kniet neben dem Jungen nieder: "Wer
sagt das?" - "Mein Bruder. - Mir ist heiß! Ich will Pizza!" Sie kann dem
kleinen Kerl diese Bitte nicht abschlagen, umsorgt ihn liebevoll, als wäre er ihr eigenes
Kind. In diesen Gedanken steigert sie sich hinein. Ob Ben / Sam gegen seinen Willen
festgehalten wird oder freiwillig bei ihr bleibt - wer weiß? Einige Zeit später heiratet sie George Karras (John Kapelos), der Sam adoptiert. Die drei bilden eine glückliche Familie. Als eines Tages in einem Frauenjournal Sams Foto auftaucht und das Leid und die Verzweiflung seiner Mutter geschildert werden, erliegt seine Entführerin, die diese Gefühle aus eigener Erfahrung kennt, ihren Schuldgefühlen und begeht Selbstmord. Sam bleibt bei seinem Vater (George), das Leben geht weiter, bis plötzlich Sams richtige Eltern kommen und ihn zu sich in die Familie holen! Ist das nun das Ende einer neunjährigen Entführung - oder Entführung eines 12jährigen Kindes aus seiner Familie - der einzigen, die er kennt?? |
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| Inhalt: | Das, was oben steht, ist nicht Inhalt des Filmes. Nein, hier wird die Geschichte aus der Sicht der Mutter erzählt. Beth (Michelle Pfeiffer) kommt nur schwer über den Verlust ihres Sohnes hinweg und kann sich noch viel schwerer damit abfinden, daß der zwölfjährige Sam sich an nichts erinnern kann... | |||||||||||
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| Kritik: | Irgendwie ist es
schon komisch, diesen Film zu beurteilen. Auf der einen Seite kann man den Akteuren keinen
Vorwurf machen. Michelle Pfeiffer, Treat Williams und die Kinder Jonathan
Jackson (II), Ryan Mirriman, Cory Buck und Alexa Vega
vermitteln die einzelnen Gefühlmomente sehr deutlich. Whoopy Goldberg als
Super-Cop sorgt sogar für den ein oder anderen Schmunzler. Aber trotzdem erstickt der
Film förmlich an der Langatmigkeit seiner Bilder und Dialoge; Spannung kommt angesichts
der ausgeprägten Vorhersehbarkeit nur sehr schwer auf. Wo Regisseur Grosbard versucht
hat, detailliert die Gefühle der Buchvorlage (von Jacquelyn Mitchard) in Szene
zu setzen, scheitert er an den Eigenschaften des Kinofilms an sich. Jede Art von Action
oder Situationskomik wird im Keim erstickt, auf eine Darstellung von Vincents Autocrash im
Alkoholrausch ganz verzichtet. Und die totale Katastrophe ist das hollywood-like an den Haaren herbeigezogene Filmende mit Happy-End. Alle Schuld wird vergeben und schon sind sie eine glückliche Familie. Bravo! Da wünscht man sich doch, dieses Buch wäre unverfilmt geblieben - diskuttieren aufgrund der anspruchsvollen Thematik der noch ungeklärten Gesetzeslage (auch in Deutschland "gehört" ein Kind immer (zuerst) den leiblichen Eltern - egal wo es zwischenzeitlich lebte) kann man auch nach der Lektüre des gleichnamigen Buches! |
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Dieser Film wurde bewertet von: |
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