Die Tochter des Generals eines Militärstützpunktes wird ermordet aufgefunden. Alles sieht außerdem nach einer Vergewaltigung aus. Der Ermittler Paul Brenner (John Trovolta) soll den Täter finden, dabei steht ihm die Expertin in Sachen Sexualverbrechen Sara Sunhill (Madeleine Stowe) zur Seite.
Die beiden haben nur 96 Stunden Zeit, so lange kann das Militär diesen Fall intern behandeln, danach wird sich das FBI einschalten, was unter allen Umständen verhindert werden will.
Zuerst gehen die beiden von einer Vergewaltigung aus, doch bei der Hausdurchsuchung der Ermordeten Elizabeth Campbell entdecken sie allerhand Sexspielzeug. Wenn sie diese Art von Sex mochte, dann stellt sich vor allem die Frage, was die junge Frau dazu bewegt haben könnte, sich im Schlamm und in Eiseskälte fesseln zu lassen. Die beiden forschen weiter und entdecken in der Vergangenheit der jungen Offizierin noch viel eigenartigere Dinge.
Kritik:
Der Vater der Ermordeten General Joseph Campbell (James Cromwell) wirkt immer sehr autoritär und bedenkt bei allem was er tut immer nur das Wohl des Militärs. Dafür läßt er sogar seine Tochter in lebenslanger Pein leiden. Sein Assistent versucht beständig, die beiden Ermittler von deren Arbeit abzuhalten, da er vermutet, daß die beiden ein dunkles Geheimnis des Militärs aufdecken könnten, und da liegt er gar nicht so falsch. Als sich einer der Hauptverdächtigen das Leben nimmt, scheint der Fall für die Obersten klar, doch Paul Brenner traut dem Ganzen nicht und forscht weiter. John Trovolta versäumt es, Leben in seine Rolle zu hauchen. Bis zum Schluß bleibt er eine Pappfigur, beliebig austauschbar, doch sehr analytisch denkend, was dem Film leider nicht viel bringt. Allein ein paar Dialoge mit Partnerin Madeleine Stowe geben dem Geschehen eine Spur Humor. Diese wiederum spielt wesentlich überzeugender. Zwar auf das Image des Militärs bedacht, hat sie dennoch genug Courage die Wahrheit ans Licht bringen zu wollen.
Werden sie so konzentriert arbeiten können?
Dem Film liegt eine erschütternde Thematik zu Grunde, doch der Regisseur vermag nicht, diese genauso erschütternd zu übermitteln. Er versucht hinter die Kulissen zu blicken, doch statt die Dialoge so bissig zu bringen, wie es die Buchvorlage kann, verfängt sich der Film in allzu malerischen Darstellungen der Südstaaten-Kulisse. Eigentlich schade.
Paul Brenner (r., John Travolta) wird in Ausübung seiner Pflicht behindert.
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